
dem faltenwurf der sterne
entflieht schlafloses dunkel
neigt sich zu rotem azur
samtener brombeermond
aus schwarzen pappeln gesponnen
bitternis benetzt vielgefalteten
sonnenstrahl
trunkener gallwein
erdständigen verlangens
fruchttriebig gefiedert
aus hohlwangigen spindeln
erstickt sirenengesang und
bellerophon lacht wenn
die lippen erbleichen
süßgeruch aus fumarolen
nach gletschernden wassern
breitet sich über vielbrüstiges land
herzpochenden sonnenmühlen
als zu beiden seiten
fällt die chimäre
eine hälfte in demeters schoß
fliegender huftritt nordhoch
zu den gläsernen sternensäulen
berührt flüchtigen basalt und
aus den zweigen der dryade stürzen
umschmeicheln feuermeteore
samtenen brombeermond brennen
fallen in bellerophontes haar
tjm.


8 Kommentare:
Lieber Tasso,
ein für dich ungewohnt leidenschaftlicher, üppiger Text!
Es liegt vermutlich am Thema.
Da ich ja auf Leidenschaft/Dramatik steh, gefällt es mir überaus gut!
Lieben Gruß
ELsa
Barock und opulent wie ein Festmahl nach dem Sommernachtstraum.
Hallo Elsa,
hallo Paul,
besten Dank für Eure Kommentare. Es ist ein älteres Gedicht und schon mehrere Jahre alt, das ich hier wieder "ausgegraben". Zugegeben die neueren Gedichte sind minimalistischer.
tjm.
Ein Text, der die Schwere des Weins trefflich transportiert.Am Morgen gelesen, haut es Dich um. LG Angelika
Liebe Angelika,
besten Dank auch Dir für Deinen Kommentar!
tjm.
Sehr schöne Worte in dem Gedicht! Auch 'Brombeermond brennen' - klingt hervorragend.
Wunderschön, überwältigend und groß.
Unergründlich.
Liebe Grüße, Ilka
Ich danke Euch allen, die Ihr das Gedicht gelesen und kommentiert hat. Schön, wenn der Blog und sein Inhalt wahrgenommen werden.
Beste Grüße in die Runde!
Tasso J.M.
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