
moiré-: es flieht dein
blick dem seidenkreis
tanzgeloderter gesichter
gedanken-dornen folgend - verlierst du
plankton verrät sich der
muschelfalle: zeit-
fischen ähnlich: gepfeilt -
im dunkellicht der bogen-
lampe
- sanft der mäander
- sanft dem lauf der rosen
dich im ginstergrund
verglimmender figuren-des gitarrenspielers müder
reigen-: im geviert des
goldenen granats
neigt sich den dünen zu -
der klang des schuppen-
mondes - nur
hand entgleitet fiebriger
zweifel
tjm. (2007)
Bildquelle: Ernst Rose


9 Kommentare:
Ich fühle mich nach Granada versetzt, aber ich sehe auch einen Orientteppich, und denke an - Hafiz.
Danke für diese Bilder, (und des Zweifel am Ende)
...sehr stark!
(diese „dichte“ Atmosphäre versetzt mich in einer von Hafenstädten z. B. in Kairo von Nagib Machfus)
Lieber Paul Spinger,
lieber Miro,
danke für Eure Einschätzung! Ich hatte das Gedicht immer beseite geschoben, aber heute da gefiel es mir wieder und ich habe es deshalb im Blog vorgestellt. War die richtige Entscheidung, wie ich an Euren Reaktionen sehe.
Beste Grüße
Tasso J.M.
Wie denn? Du hast dieses schönen Text beiseite ...? Na sowas!
Danke, dass du dich besonnen hast!
Schöne Pfingsten!
ELsa
Liebe Elsa,
auch Dir ein Danke für Deine Rückmeldung bzw. für Deine Meinung!
Wünsche Dir ebenfalls ein schönes Pfingstfest!
Tasso J.M.
immer wieder : deine Texte zwingen mich permanent zum Überlegen ... Ursa
Hallo Ursa,
danke - was will man mehr!
empfinde dieses gedicht, wie ex-il@miro, als sehr stark. du findest eindrucksvolle bilder von beginn bis ende; an dieses gelangt man lesend dann: atemlos.
liebe grüße.
Auch Dir ein herzliches Dankeschön für Deinen Kommentar!
Tasso J.M.
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