Denken etwas erkennen wollen, so können wir das nur mit Hilfe des Denkens, d. h. das Denken muss an ein Gegebenes herantreten und es aus der chaotischen Verbindung in eine systematische mit dem Weltbilde bringen. - Rudolf Steiner: Wahrheit und Wissenschaft
ich befürchte (durch das Zitat) Du könntest mich falsch verstehen…weil ich bei den Kommentaren sehr karg bin, aber dein Gedicht lässt mich nicht mehr in Ruhe…zwingt mich nachzudenken und immer wieder die Erkenntnistheorie durchzublättern…
also, das angegebene Zitat bitte nur in diesem Kontext zu sehen…
das gefällt mir: wie soll man nach etwas suchen, das man (eigentlich) schon kennt (denn man WILL es ja erkennen, also kennt man es schon) - genauso schwer ist es, etwas zu erkennen, wo nichts ist (weil da nichts ist - oder weil einem die erkenntnis-werkzeuge fehlen) - spannend wird es erst, wenn wir etwas sehen (wenn da also etwas ist / wenn wir passende erkenntnismöglichkeiten haben), das sich als "anders" wahrnehmen lässt(also einerseits fremd zu einem selbst - aber doch so nahe, dass es wahrgenommen werden kann, ohne dass es vorher schon das wunsch-bild gab).
Lyrik darf nicht stagnieren, sie muss hinterfragt werden; Form, Inhalt, ihre Zeitgemäßheit ist ständig zu diskutieren. Hierzu passt ein Zitat aus Richard Wagners "Meistersinger zu Nürnberg": Walter Stolzing, der einen regelgerechten "Meistergesang" schreiben will, fragt Hans Sachs: "Wie fang ich's nach der Regel an?", und Hans Hans Sachs antwortet: "Stellt selbst die Regel und folgt ihr dann!"
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Mitglied der Lyrikergruppe "Die Leguane"; Lyrikkreis Penzberg; Literaturkollegium Brandenburg; FDA Freier Deutscher Autorenverband - Landesverband Berlin
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8 Kommentare:
Denken etwas erkennen wollen, so können wir das nur mit Hilfe des Denkens, d. h. das Denken muss an ein Gegebenes
herantreten und es aus der chaotischen Verbindung in eine systematische mit dem Weltbilde bringen.
- Rudolf Steiner: Wahrheit und Wissenschaft
Lieber Tasso,
ich befürchte (durch das Zitat) Du könntest mich falsch verstehen…weil ich bei den Kommentaren sehr karg bin,
aber dein Gedicht lässt mich nicht mehr in Ruhe…zwingt mich nachzudenken
und immer wieder die Erkenntnistheorie durchzublättern…
also, das angegebene Zitat bitte nur in diesem Kontext zu sehen…
mfG
@miro
Lieber Miro,
ich hatte Dein Zitat schon richtig verstanden. Danke dafür!
Tasso dPaI.
Erst ab "anders finden" fängt das Bad in tausend Seifenblasen an und es ist täuschend aber auch reinigend ;)
Hallo @Hebamme,
das ist ein sehr stimmiges Bild, das zum Nachdenken animiert.
Danke dafür.
tjm.
Genau, einfach flexibel sein.
Der Text gefällt mir, er lässt sich auf so viel anwenden.
Lieben Gruß
ELsa
das gefällt mir: wie soll man nach etwas suchen, das man (eigentlich) schon kennt (denn man WILL es ja erkennen, also kennt man es schon) - genauso schwer ist es, etwas zu erkennen, wo nichts ist (weil da nichts ist - oder weil einem die erkenntnis-werkzeuge fehlen) - spannend wird es erst, wenn wir etwas sehen (wenn da also etwas ist / wenn wir passende erkenntnismöglichkeiten haben), das sich als "anders" wahrnehmen lässt(also einerseits fremd zu einem selbst - aber doch so nahe, dass es wahrgenommen werden kann, ohne dass es vorher schon das wunsch-bild gab).
Hallo Elsa,
hallo Anonym,
besten Dank für Eure Kommentare. Es freut mich, dass Euch meine "Aphorismen" so zum Nachdenken animiert haben.
Gruß
Tasso J. Martens
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