Der Titel des Buches ist ein Nietzsche-Zitat aus den Aphorismen seiner „Morgenröte“:
"Diese Erdichtung, welche unseren Trieben der
Zärtlichkeit oder des Scherzes oder der
Abenteuerlichkeit, oder unserem Verlangen nach
Musik und Gebirge Spielraum und Entladung geben..."
Brigitte Kronauer erhielt den Büchner-Preis 2005. In ihrer Dankesrede sprach sie sich für das Recht auf Künstlichkeit in der Literatur aus. Es ist die "lyrische" Sicht: der andere Blickwinkel und die besondere Erkenntnis, sowohl das Unspezifische als auch Ahnung und Andeutung, die Brigitte Kronauer zur Grenzgängerin zwischen Realität und Imagination machen: "Aber da, ein Weg, der sich um ein rabenschwarzes Waldstück biegt. Da werden wohl Messer gewetzt, Felder, wo es graugrün wächst, weht und sich wellt. Schauplätze, die Färbung und Fäden von früher aufnehmen. ...", so beschreibt - umschreibt - sie im 1. Kapitel ihres Buches die Fahrt im Zugabteil.
tjm. - 13.04.2008

